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Sich selbst beim Denken beobachten - Teil 2: Gedanken-Geschichte

Aktualisiert: 25. Jan.

Hallo an alle! Was habt ihr inzwischen zu dem Thema an Erfahrungen gemacht? Gerne könnt ihr mir dazu schreiben. Dann geht es jetzt gleich weiter mit dem Training des "Gedanken-Beobachtungs-Muskel". Ihr habt sicher gemerkt, dass manche Gedanken und Bewertungen ganze "Geschichten" ergeben. Man könnte auch sagen, dass wir uns den ganzen Tag selbst Geschichten erzählen. Es sind wohl ca. 60.000 Gedanken welche wir am Tag denken. Und von diesen sind sehr, sehr viele Wiederholungsgedanken, zumindest bei mir ;). Es ist manchmal, als ob wir uns innerlich immer wieder die selben Bücher vorlesen, oder den selben Kinofilm anschauen. Bücher/Filme mit Geschichten, die zum Teil abenteuerlich sind.... Manche können hilfreich sein, manche blockieren und zutiefst, lähmen uns, feuern Wut in uns an usw. Ein Beispiel von einer Gedanken-Geschichte aus dem beruflichen Alltag: ......Der neue Kollege hat einfach keine Ahnung. Kommt in unser Team und tut so, als ob er der Retter sei mit all seinen neuen Ideen. Hier hat es prima vor ihm funktioniert. Wenn der so weitermacht, dann kann er demnächst alleine schauen, wie er die Projekte voranbringt. Ah... da ist wieder so ein typischer Satz von ihm. Wusste ich doch, dass er es keine 10 Minuten im Team aushält, ohne uns wieder einen neuen Verbesserungsvorschlag zu kredenzen... usw.


Meine Einladung an euch: Beobachtet mal eure eigenen Gedanken-Geschichten, welche ihr tagsüber euch so selbst erzählt. Und wenn ihr eine "gefunden" habt, dann fragt euch 4 x hintereinander den Satz "Ist das wirklich wahr?" (Methode von Byron Katie THE WORK) Und wenn ihr merkt, dass ihr eine Geschichte wirklich mega frustrierend und langweilig findet, dann wandelt sie ab. Seid kreativ, DIE WAHRHEIT kennt eh keiner. Erzählt euch Geschichten, welche euch gut tun.

Das Beispiel von oben, ersetzt durch eine andere Gedanken-Geschichte: ....Der neue Kollege scheint sich unsicher zu fühlen. Ich vermute, er möchte gerne schnell zum Team dazugehören und weiss nicht so richtig, wie er es anstellen soll. Ist ja auch anspruchsvoll, in so ein alteeingesessenes, gut funktionierendes Team zu kommen. Er probiert es mit neuen Ideen. Leider gewinnt er mich damit überhautp nicht. Ich würde es angenehmer finden, wenn er einfach mal zuschaut, wie wir alles so machen. Und die Ruhe bewahrt und vertrauensvoll wartet, dass die Beziehungen schon wachsen werden. Ah...schon wieder. Er hat es nur 10 Minuten ausgehalten und wieder eine neue Idee eingebracht. Ich werde ihn mal zum Kaffee einladen und fragen, wie es ihm so bei uns geht. Mal schauen, ob ihm das dann vielleicht hilft und mehr Sicherheit gibt ....

Und jetzt die Frage: Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr euch die 2. Geschichte erzählt (im Vergleich zur ersten). Merkt ihr den Unterschied im Gefühl?

Ihr habt die Wahlfreiheit! Eure Gedanken sind frei!


Yvonne Strathmann | Arbeitsplatzkonflikt Onlineberatung | Gewaltfreie Kommunikation | Bücherregale von unten und es ist ein Himmel zu sehen mit Wolken einer Sonne und Vögeln

Bild vonMysticartdesign über pixabay



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