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Sich selbst beim Denken beobachten - Teil 3: Opfer-Denken oder Schöpfer-Denken?

Aktualisiert: 26. Jan.


Yvonne Strathmann Arbeitsplatzkonflikt Onlineberatung Gewaltfreie Kommunikation eine Frau in einem blauen Hemd mit einem langen Zopf hat die Hände in die Hüften gestellt und schaut irritiert und vielleicht wütend in die Kamera

Wir unterscheiden in der GFK zwei Haltungen: Opfer-Denken oder Schöpfer-Denken. In welchem Denken seid ihr mehr unterwegs? Hier ein Beispiel aus der Arbeitswelt:


Frau B. ist „Land unter“ und braucht dringend Unterstützung. Sie hat 2 Kollegen, welche zum Teil die gleiche Tätigkeit haben wie sie.

In der heutigen Teamsitzung (inkl. der Führungskraft) erklärt sie ihren Bedarf und ist sehr irritiert von der zurückhaltenden Reaktion ihrer Kollegen. Nun, an dieser Stelle entscheidet sich, in welcher Geistes-Haltung Frau B. ist.


Geistes-Haltung: Opfer-Denken oder Schöfer-Denken? Gedanken: Na klasse! Da sieht man es mal wieder. Null Unterstützung! Verhaltene Zusagen nur, weil der Chef dabei ist. Unter „guten Kollegen“ verstehe ich etwas anderes. Na die sollen mich mal kennen lernen. Wenn die das nächste Mal Hilfe brauchen, werde ich mich auch zieren. Mich so absaufen zu lassen! Die können zukünftig alleine in die Kantine gehen.


Geistes-Haltung: Opfer-Denken oder Schöpfer-Denken?

Gedanke: Hmmmmmm, was war das denn? Ich habe gesagt, dass ich Unterstützung brauche und beide Kollegen haben erst reagiert, als der Chef was dazu gesagt hat. Was könnte da wohl der Hintergrund sein? Ich will jeden Kollegen einzeln bei einer guten Gelegenheit dazu befragen. Das möchte ich gerne verstehen.


Ergebnis noch am selben Tag:

Beide Kollegen hatten die Sorge, dass wenn sie zu schnell und bereitwillig Unterstützung anbieten, dass die Führungskraft den Eindruck bekommen könnte, sie hätten freie "Kapa". Dem sei nicht so! Alle beide hätte auch sehr viel zu tun und würden im Moment gerade so rum kommen. Für beide sei aber klar gewesen, dass sie Frau B. gerne unterstützen möchten. Eine günstigere Strategie von Frau B. wäre somit gewesen, die Kollegen ohne die Anwesenheit des Chefs anzusprechen. Sie hätte ja trotzdem der Führungskraft in einem späteren Gespräch mitteilen können, dass Sie „Land unter“ ist, damit dieser dies auch weiß.


Ich wünsche euch neugieriges Beobachten beim eurem Denken! Und seid euch bewusst: Opfer-Denken oder Schöpfer-Denken: ihr entscheidet das!





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